Hehenberger, Anna
Dozent/in
Institut für Politikwissenschaft
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
Institut für Politikwissenschaft
Projektmitarbeiter/in
Politische Ökonomie
Anna Hehenberger ist Politische Ökonomin mit einer Ausbildung in heterodoxer Ökonomie und vergleichender politischer Ökonomie. Sie schrieb ihre Dissertation am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln über grünes Wachstum, industriellen Wandel und Dekarbonisierung in exportorientierten Wachstumsmodellen. Sie argumentiert, dass bestehende Darstellungen zur Dekarbonisierung im Bereich der politischen Ökonomie die Rolle von Unternehmen, Wettbewerbsdynamiken und globalen Märkten bei der Erklärung von Dekarbonisierungsergebnissen übersehen oder zu geringer Bedeutung zumessen. Aufgrund ihrer Erkenntnisse betont sie, dass die vergleichende politische Ökonomie sich mit (heterodoxer) Wirtschaftstheorie auseinandersetzen muss. Während der Promotion absolvierte sie Forschungsaufenthalte an der Brown University, Providence, der Universidad Diego Portales, Santiago de Chile, der Universität Wien und der Copenhagen Business School. Bevor sie promovierte, arbeitete sie als Ökonomin beim Momentum Institut, dem Think Tank der Vielen, in Wien und studierte Politische Ökonomie an der Kingston University in London.
In Annas Forschung geht es um die Wechselwirkungen von politischen und wirtschaftlichen Mechanismen die Industrietransformation, globale Wettbewerbsdynamiken und Dekarbonisierung hervorbringen, beschleunigen oder verhindern. Ihre Arbeit bettet Industrien und Regierungen in nationale und globale Politische Ökonomien ein und beleuchtet von hier aus Themen wie, die Politische Ökonomie verschiedener Wachstumsmodelle, inbesondere in Hinblick auf ihre Dekarbonisierung, Widersprüchlichkeit in der Anwendung des Europäischen Regelwerkes für Fiskal- und Klimaziele und ihre Auswirkung auf Grüne Industriepolitik und Klimapolitik, den Spielraum peripherer Nationen, ihre Lieferkettenpositionen vis-a-vis Nationen im Globalen Zentrum im Kontext einer multipolaren Welt im Kontext eines Grünen- und Aufrüstungswettbewerb zu verbessern. Methodisch setzt sie auf vergleichende Fallstudien und Process-Tracing.